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Rechtsprechung zu Art. 276 ZGB — Unterhaltspflicht der Eltern

Rechtsprechung zu Art. 276 ZGB

I. Bundesgerichtsentscheide (BGE)

BGE 150 III 1 (19.07.2023)

Unterhaltsbemessung bei getrennt lebenden Eltern; massgeblicher Zeitpunkt

Das Bundesgericht hält fest, dass für die Bemessung des Kindesunterhalts die Verhältnisse im Zeitpunkt der Beurteilung massgebend sind. Nachträgliche Änderungen sind nur unter engen Voraussetzungen zu berücksichtigen.

🔗 BGE 150 III 1

BGE 143 III 233 (02.05.2017)

Ausbildungszuschuss nach Mündigkeit; Angemessenheit

Das Bundesgericht präzisiert den Begriff der angemessenen Ausbildung nach Art. 276 Abs. 2 ZGB. Massgeblich sind die Fähigkeiten und Neigungen des Kindes sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern.

🔗 BGE 143 III 233

BGE 140 III 462 (22.08.2014)

Unterhaltsbeitrag bei wechselnden Einkommensverhältnissen

Die Anpassung des Unterhaltsbeitrags bei wechselnden Einkommensverhältnissen der Eltern ist unter Wahrung des Kindeswohls vorzunehmen. Der Mindestunterhalt bleibt auch bei vorübergehender Leistungsschwäche geschützt.

🔗 BGE 140 III 462

BGE 137 III 580 (03.11.2011)

Beiderseitige Unterhaltspflicht; Leistungsfähigkeit

Beide Elternteile sind unterhaltspflichtig. Die Verteilung richtet sich nach der jeweiligen Leistungsfähigkeit. Ist ein Elternteil nicht leistungsfähig, trifft den anderen die Alleinpflicht.

🔗 BGE 137 III 580

BGE 128 III 1 (16.11.2001)

Unterhalt des unmündigen Kindes

Das Bundesgericht bekräftigt die unbedingte Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber unmündigen Kindern nach Art. 276 Abs. 1 ZGB.

🔗 BGE 128 III 1

BGE 126 III 345 (08.06.2000)

Angemessene Ausbildung nach Mündigkeit

Leitentscheid zum Begriff der angemessenen Ausbildung nach Art. 276 Abs. 2 ZGB. Das Bundesgericht definiert die Kriterien für die Angemessenheit der Ausbildung unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten.

🔗 BGE 126 III 345

BGE 150 II 244 (29.02.2024)

Steuerrechtliche Aspekte des Unterhalts; Wohnsitzbegriff

Das Bundesgericht befasst sich mit den steuerrechtlichen Auswirkungen der Unterhaltspflicht und präzisiert den massgebenden Zeitpunkt für die Beurteilung.

🔗 BGE 150 II 244

BGE 147 II 35 (10.07.2020)

Unterhaltsbemessung und Existenzminimum

Die Unterhaltsbemessung hat das Existenzminimum des Kindes zu wahren. Die Notlagenquote kann nicht dazu führen, dass das Kind unter das Existenzminimum absinkt.

🔗 BGE 147 II 35

BGE 146 II 6 (31.01.2020)

Leistungsfähigkeit und Unterhaltsbeitrag

Das Bundesgericht präzisiert die Berechnung der Leistungsfähigkeit der Eltern und deren Auswirkung auf den Unterhaltsbeitrag.

🔗 BGE 146 II 6

BGE 122 III 1 (05.03.1996)

Arrestierung von Freizügigkeitsleistungen

Die Freizügigkeitsleistung kann zur Sicherung von Unterhaltsansprüchen arrestiert werden.

🔗 BGE 122 III 1

II. Bundesgerichtsentscheide (nicht publiziert)

BGer 5A_744/2023 (21.02.2024)

Aktuelle Praxis zur Ausbildungsmöglichkeit des Kindes und zur Angemessenheit der Ausbildung nach Art. 276 Abs. 2 ZGB.

🔗 BGer 5A_744/2023

BGer 5A_319/2023 (19.09.2023)

Unterhaltsbeitrag und Studierfähigkeit des Kindes; Beurteilung der Angemessenheit der Ausbildung.

🔗 BGer 5A_319/2023

BGer 5A_487/2022 (27.06.2022)

Rechtsverweigerung im familiengerichtlichen Verfahren betreffend Unterhalt.

🔗 BGer 5A_487/2022

BGer 5A_611/2021 (09.08.2021)

Pfändung und Unterhalt; Verhältnis von Unterhaltsanspruch zu betreibungsrechtlichen Massnahmen.

🔗 BGer 5A_611/2021

BGer 5A_923/2020 (01.07.2021)

Definitive Rechtsöffnung und Unterhaltsanspruch; Glaubhaftmachung im Rechtsöffnungsverfahren.

🔗 BGer 5A_923/2020

BGer 5A_485/2020 (25.03.2021)

Unterhaltsbemessung bei veränderten Einkommensverhältnissen.

🔗 BGer 5A_485/2020

BGer 5A_856/2019 (07.08.2020)

Mandatierung im Rechtsöffnungsverfahren bei Unterhaltsforderungen.

🔗 BGer 5A_856/2019