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Rechtsprechung zu Art. 5 ELG

Leitentscheide (BGE)

BGE 126 V 463, E. 3

  • Thema: Unterbrechung des Aufenthalts, Karenzzeit
  • Kernaussage: Die bisherige Rechtsprechung zur Karenzzeit gilt auch für Ausländer, welche diese zwar früher schon einmal bestanden, sich aber zwischenzeitlich im Ausland aufgehalten haben. Die Karenzfrist muss ununterbrochen erfüllt werden; Unterbrechungen aus wichtigem Grund (Krankheit, Militärdienst) gelten nicht als Unterbrechung.
  • Einschlägig für: Abs. 1 — Karenzfrist, Unterbrechung

BGE 145 V 231, E. 4

  • Thema: Freizügigkeitsabkommen, EL-Anspruch, Karenzfrist
  • Kernaussage: Die Karenzfrist des Art. 5 ELG ist mit dem Freizügigkeitsabkommen (FZA) vereinbar, soweit sie nicht diskriminierend wirkt. Personen aus EU/EFTA-Staaten, die gestützt auf ein Sozialversicherungsabkommen Anspruch auf Renten haben, können unter die verkürzte Karenzfrist nach Abs. 3 fallen.
  • Einschlägig für: Abs. 3 — Sozialversicherungsabkommen, FZA

BGE 136 V 33, E. 5

  • Thema: Flüchtlingskonvention, Karenzfrist, Beiträge von Asylbewerbern
  • Kernaussage: Die von einem türkischen Asylbewerber von 1990 bis 1994 geleisteten AHV-Beiträge können für den EL-Anspruch berücksichtigt werden. Die Karenzfrist von 5 Jahren für Flüchtlinge (Art. 5 Abs. 2 ELG) beginnt mit der Flüchtlingsanerkennung.
  • Einschlägig für: Abs. 2 — Flüchtlinge, Karenzfristbeginn

Weitere Bundesgerichtsentscheide

BGE 99 Ia 630

  • Thema: Rechtmässiger Aufenthalt, EL-Anspruch
  • Kernaussage: Der rechtmässige Aufenthalt ist eine zwingende Voraussetzung für den EL-Anspruch von Ausländern. Ein unrechtmässiger Aufenthalt schliesst den EL-Anspruch aus.
  • Einschlägig für: Abs. 1 — Rechtmässiger Aufenthalt

BGE 135 II 265, E. 2

  • Thema: FZA, Aufenthaltsrecht, finanzielle Mittel
  • Kernaussage: Rechtliche Grundlagen des Aufenthaltsrechts für Personen, die im Aufenthaltsstaat keine Erwerbstätigkeit ausüben. Die Regelung über die ökonomischen Aufnahmebedingungen muss mit den Grundfreiheiten vereinbar sein.
  • Einschlägig für: Abs. 1 — FZA, rechtmässiger Aufenthalt

BGE 138 I 225

  • Thema: Krankheits- und Behinderungskosten, EL
  • Kernaussage: Die Limitierung der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten in Verweisung auf Art. 14 ELG verletzt weder das Gleichbehandlungsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV noch Art. 14 EMRK. Aufenthaltsrechtliche Voraussetzungen nach Art. 5 ELG sind nicht diskriminierend.
  • Einschlägig für: Abs. 1 — Verhältnis zu Art. 14 ELG

BGE 140 V 267

  • Thema: Einkommensverzicht, Schadenminderungspflicht
  • Kernaussage: Absolviert die versicherte Person in Verletzung ihrer Schadenminderungspflicht eine ihr von der IV zugesprochene berufliche Eingliederungsmassnahme nicht, ist dem fehlenden Eingliederungswillen auch im Bereich der Ergänzungsleistungen Rechnung zu tragen.
  • Einschlägig für: Systematischer Zusammenhang mit Art. 11 ELG

BGE 131 V 329

  • Thema: Verzichtsvermögen, Anrechenbarkeit
  • Kernaussage: Die Tatbestandselemente der Anrechenbarkeit eines Verzichtsvermögens (Art. 3c Abs. 1 lit. g ELG) sind alternativ zu verstehen. Damit ein Verzichtsvermögen in der Berechnung der EL berücksichtigt werden kann, setzt die Rechtsprechung die Erfüllung mindestens eines Tatbestandselements voraus.
  • Einschlägig für: Systematischer Zusammenhang mit Vermögensanrechnung

BGE 143 V 9

  • Thema: Heimtaxen, EL, Krankheitskosten
  • Kernaussage: Zur Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten im Rahmen von EL nach Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG und Art. 25a Abs. 1 ELV i.V.m. Art. 39 Abs. 3 KVG. Die kantonale Ausführungsbestimmung muss das Existenzminimum sicherstellen.
  • Einschlägig für: Systematischer Zusammenhang mit Art. 10 und 14 ELG

BGE 150 V 340

  • Thema: Erwerbseinbusse, Pflege und Betreuung
  • Kernaussage: Erwerbseinbusse von Familienangehörigen, die Pflege- und Betreuungsaufgaben wahrnehmen. Eine kantonale Ausführungsbestimmung kann die Erwerbseinbusse im Rahmen der EL berücksichtigen.
  • Einschlägig für: Systematischer Zusammenhang mit Art. 14 ELG

Letzte Aktualisierung: 2026-07-27