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Rechtsprechung zu Art. 1 StGB — Legalitätsprinzip

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I. Bestimmtheitsgebot (nulla poena sine lege certa)

BezugJahrKurzbeschreibungErwägung
BGE 119 IV 2421993Geldwäscherei: Gesetzeswortlaut von Art. 305bis Ziff. 1 StGB genügt dem BestimmtheitsgebotE. 1c
BGE 138 IV 132011Kantonales Übertretungsstrafrecht; “öffentlich Sitte und Anstand grob verletzen” genügt dem Bestimmtheitsgebot; umfassende Darlegung des Legalitätsprinzips und des BestimmtheitsgebotsE. 4.1
BGE 139 I 722012Kartellrechtliche Sanktionen haben strafrechtsähnlichen Charakter; EMRK-Garantien anwendbarE. 2
BGE 147 IV 4392021Fahren in fahrunfähigem Zustand nach Cannabiskonsum; Grenzwerte auf Verordnungsebene genügen dem BestimmtheitsgebotE. 3.1

II. Analogieverbot und extensive Auslegung

BezugJahrKurzbeschreibungErwägung
BGE 137 IV 992011Extensive Auslegung zu Lasten des Beschuldigten ist unzulässig; Analoge Anwendung zu Lasten des Beschuldigten verstösst gegen Art. 1 StGBE. 1.2
BGE 127 IV 1982001Analogieverbot im Strafrecht; extensive Auslegung ist zulässig, Analogie zu Lasten des Beschuldigten nichtE. 3b

III. Nicht-BGE-publizierte Entscheide

BezugDatumKurzbeschreibungErwägung
BGer 6B_1039/201916.06.2020Rechtsmissbrauchsverbot als Bestandteil des Ordre public; umfassende Darlegung zu venire contra factum propriumE. 2.3.2
BGer 6B_122/202420.11.2025Legalitätsprinzip (nullum crimen, nulla poena sine lege) und Bestimmtheitsgebot im Pornografie-StrafrechtE. 1.3.3
BGer 6P.62/200727.10.2007Bestimmtheitsgebot als Bestandteil des Legalitätsprinzips; EMRK-Mindeststandard als Ordre publicE. 3.5
BGer 6B_1025/201409.02.2015Bestimmtheitsgebot als Teilgehalt des Legalitätsprinzips (Art. 1 StGB und Art. 7 Abs. 1 EMRK)E. 1.4
BGer 6S.280/200220.09.2002Verletzung des Legalitätsprinzips (nullum crimen sine lege) bei strassenverkehrsrechtlicher ÜbertretungE. 1

Zuletzt aktualisiert: 2026-05-15 | Bearbeiten